ENSEMBLE Nr. / N° 42 - Oktober / Octobre 2019
29 ENSEMBLE 2019/42 —– Kreuz und quer Wir können Pro und Contra einer digitalen Präsenz der Kirchen endlos diskutieren. Aber es ist schon lange keine Frage mehr, ob wir im Netz präsent sein wollen, sondern wie. Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn bieten deshalb Kurse zum Thema an. Bernd Berger * – Die einen sagen, dass wir im Inter net präsent sein müssen. Wer die Menschen errei chen wolle, müsse einen Social-Media-Auftritt und eine attraktive Website haben. Die Kirche müsse in der digitalen Welt beheimatet sein. Andere mei nen, dass wir uns nicht immer dem Zeitgeist an passen, sondern uns auf unsere Stärken besinnen sollen, da, wo Menschen sich begegnen, Gottes dienst feiern, diskutieren, füreinander einstehen und sich begegnen. Kaum eine Kirchgemeinde verzichtet heute auf eine Website. Die Menschen sind immer mehr im Netz zu Hause. Diese Ent wicklung können die Kirchen nicht ignorieren, wenn sie ihren Öffentlichkeitsanspruch aufrecht erhalten und bezeugen wollen, dass das Wort Gottes für alle Bereiche des öffentlichen Lebens gilt (Art. 2 Abs. 4 der Bernischen Kirchenver fassung). Internet verändert die Kommunikation Digitale Kommunikation ist nicht hierarchisch und interaktiv. Es reicht nicht, die eigenen Inhal te und Botschaften einfach ins Netz zu stellen. Aber nur wenige kirchliche Websites enthalten interaktive Elemente wie Kommentarfunktionen oder Möglichkeiten, direkt via Website in Kontakt zu treten oder sich für Anlässe anzumelden oder gar seine Bereitschaft zum Engagement kund zutun. Nur wenige Kirchgemeinden haben eine klare Strategie für ihre Internetpräsenz und Leute, die mit ihrem Gesicht und pointierten Stellung nahmen ihre Gemeinde repräsentieren können und dürfen. Natürlich sind inzwischen auch viele Pfarrpersonen, Mitarbeitende und Ehrenamtliche in den Social Media präsent – oft aber als Privat personen oder in einer ungeklärten Rolle. Möglichkeiten digitaler Kommunikation Im «Doppelpunkt:» zum Thema «Neue Dynamik in der kirchlichen Arbeit. Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbindung im digitalen Zeitalter» stellt Prof. Dr. Marc K. Peter Handlungsfelder der digi talen Transformation vor und es wird ihre Bedeu tung für die Kirchen diskutiert. Im Vordergrund stehen dabei konsequente Mitgliederorientierung, D I G I T A L E P R Ä S E N Z D E R K I R C H E N Öffentlichkeitsarbeit im digitalen Zeitalter Kommunikation und digitales Marketing. Ziel des Kurses ist, für die verschiedenen Möglichkeiten digitaler Kommunikation im kirchlichen Bereich und die damit verbundenen Herausforderungen zu sensibilisieren und danach zu fragen, wie dabei der Unverfügbarkeit der Botschaft Rechnung ge tragen werden kann. Der Anlass wird vom Bereich Gemeindedienste und Bildung unterstützt, und der gemeinsame Besuch von Mitarbeitenden und Kirchgemeinderätinnen und -räten ist sehr zu empfehlen. «Doppelpunkt:» «Neue Dynamik in der kirchlichen Arbeit. Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbindung im digitalen Zeitalter» mit Prof. Dr. Marc K. Peter, FHNW Hochschule für Wirtschaft. Montag, 11. November, 17–20 Uhr (anschliessend Apéro riche), im Haus der Kirche, Altenberg strasse 66, Bern. Anmeldung: barbara.bays@refbejuso.ch Pfefferstern Ein innovatives Projekt, mit dem der Bereich Gemeindedienste und Bildung zusammen arbeitet, ist die Plattform «Pfefferstern» (new. pfefferstern.ch ). Zwei Informations- und Schulungstage zu «Pfefferstern» im Haus der Kirche sind geplant: 10. Januar und 12. Juni 2020, jeweils 10 bis 12 Uhr. Von 13.30 bis 16.30 Uhr können Kirchge meinden, die einen Account lösen wollen, eine Schulung besuchen. Informationen, Anmeldung: www.refbejuso.ch > Bildungsangebote * Leiter Weiterbildung pwb, Bereich Theologie ©Screenshot ENSEMBLE
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